Seit vielen Jahren sind die Geschichte und die Legenden des Samojeden so faszinierend wie dieser Hund. Die Geschichte beginnt in der iranischen Hochebene, wo in der Antike Stammeskriege herrschten, bei denen die mächtigen Stämme die schwächeren Stämme (mitsamt ihren Familien, ihrem Vieh und ihren Hunden) weit weg trieben, um sich ausreichend Nahrung zu sichern. Die vertriebenen Stämme zogen geradewegs nach Norden, durch China, in die weite Tundra zwischen dem Weißen Meer und dem Jesseni-Fluss. Sie fanden Sicherheit hinter einer natürlichen Barriere aus Schnee und Eis. Und diese Menschen waren die Samojeden, die frühesten Bewohner von Seyathes. Die Samojeden werden als eine Übergangsrasse zwischen den reinrassigen Mongolen und den Finnen angesehen. Hier führen sie seit jeher ein nomadisches Leben als Rentierzüchter. Die Samojeden hielten sich Hunde, um Rentiere zu hüten und Schlitten zu ziehen, aber auch, um ihnen Gesellschaft zu leisten. Über die Jahrhunderte hinweg ist der Samojede eine reine Rasse geblieben. Von allen modernen Rassen kommt der Samojede dem Original am nächsten, aber es gibt keine Vermischung mit Wolfs- oder Fuchsblut. Die arktische Sonne und der Schnee verleihen dem Samojeden sein weißes, eisähnliches Fell. Der lange Umgang mit Menschen hat dem Samojeden ein unglaubliches Verständnis gegeben. Die Tatsache, dass er eher ein Beschützer als ein Rentierkiller ist, verleiht dem Samojeden einen einzigartigen Charakter. Der fröhliche, kindliche Charakter der Ureinwohner findet sich in jedem Samojeden wieder. Viel Zeit mit Menschen zu verbringen, macht den Samojeden nicht verwöhnt. Als Arbeitshund hält der Samojede einen unübertroffenen Rekord bei Polarexpeditionen. Die Schlittenhunde der frühen Polarexpeditionen arbeiteten tagein, tagaus unter extrem harten Bedingungen. Sie mussten Vorräte ziehen, die dem Anderthalbfachen ihres Eigengewichts entsprachen, blieben dabei aber fröhlich und unbeschwert – typisch für den Charakter des Samojeden. Jede Expedition, Jackson Hasworth, Dacre Abruzzi, Burchworth, Thackleton, Scot und vor allem Ward Amoldson, der 1911 erfolgreich den Südpol erreichte, haben zur Geschichte des Samojeden beigetragen. In den weniger als 100 Jahren, seit er nach Großbritannien gebracht wurde, stand der Samojede auf jeder Hundeausstellung im Mittelpunkt des Interesses. Königin Alexandra war von dem Hund so angetan, dass es noch heute Nachkommen ihrer Samojeden bei vielen Züchtern im Vereinigten Königreich und in den USA gibt. Samojeden gibt es heute auf der ganzen Welt. Der in Sibirien geborene Samojede überquerte sicher den Äquator und blieb im Eis und Schnee der Antarktis gesund. Samojeden, die von Expeditionen in die Antarktis zurückkehren, haben die australische Sonne überlebt und sind nach Großbritannien zurückgekehrt, wo sie ihr Zuhause gefunden haben.
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