Warum haben Menschen Hunde? Seit der erste graue Wolf vom Menschen gezähmt wurde, ist das menschliche Leben untrennbar mit Hunden verbunden. Schlittenhunde, Schäferhunde, Jagdhunde bis hin zu den heutigen modernen Blindenhunden, Drogenspürhunden, Rettungshunden, Polizeihunden und vielen anderen. Neben der Begleitung von geliebten Menschen sind die verbliebenen Hunde seit Jahrtausenden auch treue Begleiter im Leben. In der Antike waren Hunde für die Arbeit zuständig oder unentbehrlich: Sie halfen den Menschen, erlegte Tiere zurückzubringen, zogen bei extremer Kälte Schlitten durch den Schnee und halfen den Besitzern, große Vieh- und Schafherden zu hüten – all das waren Dinge, die Hunde einst leisten konnten. Es ist auch ein Beweis für die unvergleichliche Verbundenheit, die Hunde einst mit Menschen hatten. In der modernen Welt brauchen mehr Hundehalter Gesellschaft und eine innere Leere im Gegensatz zu einer vollen materiellen Welt. Junge Leute kaufen sich vielleicht einen Hund, weil es gerade in Mode ist, weil der Hund niedlich ist und sie ihn ausprobieren wollen, während ältere Menschen sich eher einen Hund zulegen, weil ihre Kinder nicht mehr da sind und sie sich zu Hause allein oder mit zwei Familien langweilen und Gesellschaft und Energie brauchen, so dass manche Leute sich auch einen Hund zulegen. Der Hund wird treuer sein als der menschliche Hund. Menschen halten Hunde drei Tage lang, Hunde erinnern sich drei Jahre lang an Menschen, und die Worte sind nicht schlecht. Verglichen mit der oberflächlichen Kommunikation und dem menschlichen Kontakt, der ständig abreißt, braucht der moderne Mensch mehr, um sein Herz zu füllen. Sogar enge Brüder kämpfen um ihr Erbe und verleugnen sie, vorbildliche Paare betrügen ihre Ehepartner und suchen sich neue, und enge Freunde stechen ihnen für Geld das Messer in den Rücken – nicht, dass die Menschen so hinterlistig wären, aber das ist die Wahrheit. Hunde brauchen kein Geld. Wenn Sie einen Hund nach Hause bringen, dreht sich seine Welt nur um Sie, ob er nun reich ist oder nicht, ob er erfolgreich ist oder nicht, er wird vor Freude auf und ab hüpfen, wenn Sie nach Hause kommen, er wird Sie wie die Sonne behandeln, die das Zentrum des Hundeplaneten ist. Die Menschen werden dich verlassen, weil du nicht genug Geld verdienst, um ein gutes Leben zu führen, und die Hunde werden sich dir nähern, weil du dich nicht genug um sie kümmerst. Sein Leben ist nur ein Dutzend Jahre lang, aber sein Leben dreht sich nur um Sie. Vor einem Hund braucht man sich nicht zu verstecken, denn ihm kann man sich vorbehaltlos anvertrauen, weil man ihm bedingungslos vertraut. Manchmal können wir Menschen unsere tiefsten Geheimnisse nicht erzählen, vielleicht weil wir ihnen nicht trauen können und Angst vor ihren Gefühlen und Meinungen haben, aber mit einem Hund muss man sich darüber überhaupt keine Gedanken machen, denn dein Hund ist derjenige, dem du vertraust und derjenige, dem du am meisten vertraust, und mit ihm kannst du du selbst sein. „Je mehr Menschen ich kennen gelernt habe, desto mehr mag ich Hunde“ – George Bernard Shaw. In dieser Welt können sich die besten Freunde eines Menschen gegen ihn wenden und zu Feinden werden; seine Kinder, die er mit liebevoller Güte erzogen hat, können untreu und unwürdig werden, und diejenigen, in die er sein ganzes Glück und seine Ehre vernarrt hat, können alle die Treue aufgeben und rebellieren. Das Geld eines Mannes kann auf Flügeln davonfliegen, wenn er es am meisten braucht; der Ruf eines Mannes kann in einem Moment der Unachtsamkeit zerstört werden. Diejenigen, die ständig in die Knie gehen, wenn wir erfolgreich sind, sind wahrscheinlich diejenigen, die den ersten heimtückischen Stein werfen, wenn die Wolke des Misserfolgs über uns hängt. In dieser egoistischen Welt ist der einzige Freund, den ein Mensch hat, der nicht egoistisch ist, der einzige Freund, der ihn nicht im Stich lässt, der einzige Freund, der nicht undankbar ist, sein Hund. Ob sein Herrchen arm oder reich, gesund oder krank ist, der Hund wird immer an seiner Seite sein. Er lag so lange an der Seite seines Herrn, wie er in seiner Nähe sein konnte, egal wie kalt und hart der Boden war, wie kalt der Wind war oder wie schwer der Schnee war. Selbst wenn sein Herrchen kein Futter für ihn hat, leckt er ihm die Hand und die Wunden, die er sich in der kalten Welt zugezogen hat, die er bekämpft. Selbst wenn sein Herr ein Bettler ist, begleitet er ihn wie ein beschützender Fürst. Als sich alle seine Freunde von ihm abwenden, wendet er sich nicht ab. Auch wenn er kein Vermögen mehr hat und sein Ruf in Scherben liegt, bleibt seine Liebe zu seinem Herrn so unvergänglich wie die Sonne, die endlos am Himmel steht. Und wenn sein Herrchen durch eine Laune des Schicksals zu einem heimatlosen Wanderer wird, wird dieser treue Hund ihm in der Not und gegen seine Feinde beistehen und es wird ihm an nichts fehlen. Wenn das gemeinsame Ende aller Dinge kommt, wenn der Tod seinem Herrn das Leben genommen hat und sein Körper in der kalten Erde begraben wird, obwohl alle seine Freunde und seine Familie getrennte Wege gegangen sind, wird dieser edle Hund das Grab allein bewachen. Mit dem Kopf zwischen den Füßen und den Augen voller Trauer hütet er die Beziehung wachsam und treu bis zu seinem Tod.
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