Die meisten Hunde, die zu Eiteransammlungen in der Gebärmutter neigen, sind ältere Hunde über 7 Jahre, und die Häufigkeit ist bei älteren, nicht kastrierten Hündinnen recht hoch. Die Krankheit beginnt oft mit Symptomen wie häufigem Durst und Urinieren, und wenn der Ausfluss nicht offen und reichlich ist, schenkt der Besitzer dem keine große Aufmerksamkeit. Bei Verzögerung kann das Körpergewebe durch die Aufnahme von bakteriellen Endotoxinen geschädigt werden, was in schweren Fällen zu Nierenversagen führen kann und nicht behandelbar ist. Atretischer Gebärmutter-Eiter, der nicht abfließt, kann eine Bauchfellentzündung und einen schnellen Tod verursachen, wenn die Gebärmutter durch eine Kollision oder übermäßigen Eiter reißt. Außerdem besteht bei alten und kranken Hunden ein hohes Narkoserisiko, und die Kosten für die Operation und die Nachsorge sind wesentlich höher als bei einer normalen Kastration, so dass Tiere, die nicht für die Zucht bestimmt sind, am besten so früh wie möglich kastriert werden. Die Gebärmutter ist anfällig für Endometritis, eine hormonell bedingte Infektion, die sich klinisch in Form von leichtem Ausfluss nach der Brunst bemerkbar macht und mit Medikamenten in den Griff zu bekommen ist, die sich jedoch leicht zu einem Eiterherd in der Gebärmutter ausweiten kann, so dass eine operative Entfernung eine dauerhafte Lösung darstellt.
Die Krankheit tritt häufig bei unkastrierten älteren Tieren auf, die zu Brusttumoren neigen, und bei Hunden sind mehr als 50 % bösartig. Wenn es einmal aufgetreten ist, ist die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens nach der Exzision recht hoch. In der Literatur wird berichtet, dass der Erreger dieser Krankheit hormonell bedingt ist und es praktisch unwahrscheinlich ist, dass er bei Tieren auftritt, die vor dem Alter von einem Jahr kastriert wurden. Tiere, die zu Ovarialzysten neigen, haben einen anhaltenden Östrus, und einige haben eine Vaginalhyperplasie. Die inzisionale Entfernung der Eierstöcke ist die einzige Möglichkeit, das Problem zu lösen.